Feedback zur COVID-19-Analyse: die wichtigsten Fragen und Anmerkungen.

Das Wichtigste zum Start in die neue Woche vorweg: Es gibt seit Freitagnachmittag keine neuen Zahlen aus dem „DIVI-Intensivregister“. Der Grund: Die Datenbank zieht auf eine neue technische Infrastruktur und die Domain intensivregister.de um und dieser Umzug dauert derzeit noch an. Neue Zahlen zu den Betten und den COVID-19-Patienten in den Intensivstationen soll es erst wieder am Dienstagmorgen geben. Sobald das der Fall ist, wird es auch an dieser Stelle mit den Updates weiter gehen. [Update vom Dienstag: Es stehen weiterhin keine neuen Daten zur Verfügung, die DIVI nennt nun „voraussichtlich Mittwoch“ als Termin.]

Die Zeit bis dahin nutze ich, um einige Fragestellungen und Anmerkungen zu beantworten. Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht jeder Mail, jedem Kommentar und jedem Tweet direkt antworten kann, es waren einfach zu viele seit der Veröffentlichung meiner Analyse „Coronavirus: Vergesst die Zahl der Infizierten, schaut auf die Zahl der Intensiv-Patienten!„. Mein Dank gilt auch nochmal an alle Leser, die sich für meinen Text interessiert haben, es sind bereits mehr als 15.000.

Die meisten Anmerkungen gab es zu folgenden Themen:

  • Die reine Zahl der Betten ist nicht allein entscheidend. Es fehlen Zahlen zu den Pflegekräften und Ärzten, die sich um die Intensivbetten kümmern können. Gibt es dort zu wenig, helfen auch die freien Betten nichts.

Ja. Das ist natürlich richtig. Eine Erhebung solcher Daten ist aber natürlich extrem aufwändig und wohl illusorisch. Klar ist, dass wohl sämtliche Kliniken versuchen, ihr Personal aufzustocken, Pflegekräfte für die Betreuung von COVID-19-Patienten zu schulen, etc. Inwiefern das in der kurzen Zeit fachlich möglich ist, kann ich nicht beantworten.

  • Noch relevanter als der Blick auf die deutschen Zahlen wäre der auf einzelne Regionen. Denn: Was hilft es einem Patienten aus Süddeutschland, wenn dort keine Betten mehr frei wären, sondern nur noch im Norden?

Auch das ist korrekt. Natürlich würde im Ernstfall versucht, Patienten in andere Regionen zu bringen, wenn es dort noch Kapazitäten auf Intensivstationen gäbe. Schließlich werden derzeit auch schon welche aus Italien, Frankreich, etc. nach Deutschland geflogen. Aber: Sobald wieder aktuelle Daten vorliegen, werde ich auch mal einen gesonderten Blick auf die Zahlen der Bundesländer präsentieren. Archiviert habe ich die Daten der Länder seit dem 25. März auf jeden Fall.

  • Schwer Erkrankten bringen die so genannten „Low care“-Betten auf Intensivstationen nichts. Beatmung kann nur auf „High care“-Plätzen stattfinden.

Auch auf diese Anmerkung werde ich in künftigen Updates eingehen und die Zahl der „High care“-Betten gesondert in den Updates ausweisen.

Ein wichtiger Hinweis noch: Die Kommentarfunktion auf dieser Website ist moderiert. Das heißt, Ihre Kommentare gehen erst nach einer Prüfung durch mich online. Ich werde keine Kommentare freischalten, die sich nicht sachlich mit dem Thema der Analysen auseinandersetzen, sondern die Chance nutzen wollen, um gegen Politiker zu hetzen, Verschwörungstheorien zu verbreiten oder die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben.

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